Material für den Deutschunterricht
Die Berichtigung einer Deutsch-Klassenarbeit
... natürlich nur in meinem Unterricht
- Bei "mangelhaft" und "ungenügend" erfolgt eine Neuschrift. Dazu leiht man sich am besten eine gute oder sehr gute Arbeit aus und schreibt sie schlicht ab (ohne die Fehler, die eventuell auch dort gemacht wurden). Es ist natürlich angebracht, bei der Neuschrift zu überlegen, warum man das eigentlich nicht selbst hinbekommen hat - wo also die eigenen Lücken sind.
In einzelnen Fällen und nach Rücksprache kann auch bei "ausreichend" eine Neuschrift gemacht werden.
In allen anderen Fällen erfolgt eine Berichtigung der einzelnen Fehler. - Das geht so:
- Alle Fehlerzeichen und alle Fragen oder Kommentare am Rand wie "genauer", "wieso?" usw. werden durchnummeriert.
- Die Berichtigung wird dementsprechend ebenfalls durchnummeriert. Fehler 27 hat also in der Berichtigung ebenfalls die Nummer 27. Oder anders: Es ist an der Nummerierung in der Berichtigung sofort zu sehen, welcher Fehler in der Arbeit dies war.
- R-Fehler, also Rechtschreibfehler, werden jeweils fünfmal als Wort berichtigt. - Ausnahme 1: Wenn mehr als das falsch geschriebene Wort unterstrichen ist (z.B. "die Beiden"), dann wird eben in der Berichtigung fünfmal "die beiden" geschrieben. Ausnahme 2: Wenn beim R-Fehler "im Satz" steht; das ist der Fall bei klein geschriebenem Satzanfang oder bei klein geschriebenem höflichen "Sie".
- Alle anderen Fehler (A = Ausdruckfehler, Gr = Grammatikfehler [dazu gehört auch "das" statt "dass"], Sb = Satzbaufehler, T = Tempusfehler, M = Modusfehler [meist falscher Konjunktiv]) und die besagten Fehlerkommentare am Rand wie "unklar" usw. werden einmal als Satz berichtigt.
- Dabei kann man mehrere Fehler dieser Art in einem Satz - aber eben nicht die R-Fehler! - gemeinsam berichtigen; man notiert also am Zeilenanfang "7 - 12" und korrigiert dann alle sechs Fehler in diesem Satz, indem man eben diesen Satz einmal korrekt schreibt.